Nierenkranken Hund füttern

Die korrekte Fütterung eines nierenkranken Hundes ist von essentieller Wichtigkeit und ermöglicht dem Hund über einen längeren Zeitraum hinweg eine Verbesserung der Lebensqualität, indem die Ansammlung harnpflichtiger Stoffe (vor allem Harnstoff und Kreatinin) im Körper reduziert und Nährstoffverluste ausgeglichen werden.

Die Ansammlung harnpflichtiger Stoffe im Körper führt sozusagen zu einer Vergiftung, weshalb den nierenkranken Hunden übel ist und sie das Futter nicht mehr fressen. Dazu kommt noch, dass das Nierendiätfutter für einen Hund proteinreduziert ist, um die Nieren so wenig wie möglich zu belasten. Protein ist neben Fett dafür verantwortlich, dass Futter schmackhaft ist – Nierenfutter schmeckt also den Hunden nicht immer. Hat ein nierenkranker Hund dann noch zusätzlich keinen Appetit, frisst der nierenkranke Hund nicht mehr. Daher ist es wichtig, dass das Futter eine ausreichende Energiedichte hat. Außerdem sollte, soweit möglich, dem Hund mehrmals täglich das Futter angeboten werden.

Zusätzlich zu der Nierendiät kann man Laktulose geben. In einer Menge von bis zu 1g pro kg Körpergewicht bewirkt es eine Verminderung der Bakterien im Darm, die aus dem Harnstoff Ammoniak bilden. Alternativ kann man auch 2-4g Laktose pro kg Körpergewicht geben.

Der Proteingehalt in Fertigfutter für nierenkranke Hunde sollte bei einer moderaten Proteinreduktion, die zu Beginn einer Niereninsuffizienz eingesetzt wird, unter 20% der Trockenmasse liegen (Verhältnis 8 Teile Verdauliches Rohprotein : 1 Teil Umsetzbare Energie). Ist die Erkrankung schon sehr weit fortgeschritten, können auch Produkte angewandt werden, die ein Verhältnis von 6:1 haben. Diese Futter für nierenkranke Hunde haben dann ein Gehalt von unter 13% Rohprotein. Zu beachten ist allerdings, dass es manchmal Patienten gibt, die über die Niere so viel Protein verlieren, dass sie im Blut zu wenig haben. Dann darf keine übermäßig stark proteinreduzierte Diät gefüttert werden, sondern der Proteingehalt muss wieder etwas angehoben werden. Wie der Blutproteingehalt ist, lässt sich mit einer einfachen Blutuntersuchung feststellen.
Aus diesem Grund sind Fertigfutter und Rezepte für einen Hund mit Nierenerkrankung auch immer wieder anzupassen!

Möchte der nierenkranke Hund nicht richtig fressen, kann ihm das Futter schmackhafter gemacht werden, indem es angewärmt oder mit warmer Fleischbrühe übergossen wird. Manche Hunde fressen auch besser, wenn sie mit der Hand gefüttert werden. Dass der Hund überhaupt etwas frisst, ist sehr wichtig!

Barf Nierendiät Hund oder Nierendiät für einen Hund selber kochen:
Eine selbst erstellte Nierendiät wie beim Barfen von einem nierenkranken Hund oder beim selber Kochen haben den Vorteil, dass eine Nierendiät individuell gemischt und immer wieder angepasst werden kann. Einen nierenkranken Hund zu barfen oder eine Nierendiät für einen Hund selber zu kochen ist also sehr gut möglich! Auch, wenn die nierenkranken Hunde die Nierenschonkost nicht mehr annehmen, kann man sie durch beliebige Variationen der Zutaten im Ernährungsplan für einen Hund mit Niereninsuffizienz immer wieder zum Fressen animieren. Allerdings muss der Ernährungsplan für einen Hund mit Niereninsuffizienz bei dauerhafter Veränderung strikt den Anforderungen für Nierenfutter für Hunde entsprechen. Gerade bei einer Nierenerkrankung wirken sich zu viel verdaulichem Rohprotein und / oder Phosphor sowie ein falsches Verhältnis von Kalzium und Phosphor, eine Über- bzw. Unterversorgung mit Natrium oder Kalium fatal aus.

Andererseits kann eine individueller Ernährungsplan bei einem Hund mit Niereninsuffizienz zu besseren Nierenwerten führen. Beim selber kochen oder bei Barf ist eine spezielle Nierendiät für den jeweiligen Hund also ein Muss!
Ob am den nierenkranken Hund barfen möchte oder ob man die Nierendiät für den Hund selber kochen möchte, bleibt letztlich den persönlichen Vorlieben überlassen. Barfen oder selber kochen muss übrigens auch nicht gleichbedeutend mit einem riesigen Aufwand sein. Es ist auch ein einfacherer Ernährungsplan für einen Hund mit Niereninsuffizienz möglich.

Falls man eine Nierendiät für Hunde selber machen möchte, aber unsicher bezüglich der richtigen Zusammensetzung der Ernährung für einen Hund mit Nierenversagen ist, gibt es Tierärzte speziell für die Fütterung. Der Futter - Tierarzt XaraVet erstellt speziell für den nierenkranken Hund einen Futterplan, so dass man das Nierendiätfutter für Hunde selber machen kann. Ebenso bieten sie Futterpläne, um einen nierenkranken Hund barfen zu können.

Hundefutter für nierenkranke Hunde finden sich hier:

- Fertigfutter (Trockenfutter, Feuchtfutter) finden

- Futterkomponenten (reine Fleischdosen, Frostfutter, Flockenfutter)

Unterstützende Futterergänzungen befinden sich in der Kategorie Diätetische Ergänzungsfuttermittel.

Autor:

Tierärztin Cornelia M. Bauer


Literatur:

„Ernährung des Hundes“, Meyer, Zentek, 5. Auflage
„Praktikum der Hundeklinik“, Suter, Kohn, 10. Auflage


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