Leishmaniose beim Hund Ernährung

Leishmaniose beim Hund erfordert eine spezielle Ernährung, wenn der betroffene Hund mit Allopurinol behandelt wird.

Allopurinol ist ein Xanthinoxidase-Hemmer. Das bedeutet konkret, dass das Purin aus den gefressenen Proteinen bei den Hunden mit Leishmaniose unter Allopurinol - Therapie nicht zu Urat abgebaut werden kann, welches im weiteren Verlauf eigentlich über die Niere ausgeschieden werden würde.
Stattdessen entsteht Xanthin - eine Vorstufe von Urat. Dieses Xanthin im Harn kann bei ungünstigen Bedingungen im Harn (zu sauerer Harn-pH, verursacht durch fehlerhafte Fütterung bei einem Hund mit Leishmaniose) zu Xanthinsteinen oder Xanthinkristallen beim Hund werden. Diese Xanthinsteine oder Xanthinkristalle reizen zum einen die Blasenwand, so dass eine Blasenentzündung entstehen kann. Zum anderen haben Bakterien ein leichtes Spiel bei der geschädigten Blasenwand, so dass es zu einer bakteriellen Blasenentzündung kommen kann. Ganz blöd läuft es, wenn ein Xanthinstein so groß geworden ist, dass er einen harnableitenden Weg (beispielsweise die Harnröhre bei Rüden) verstopft. Dann ist dieser Hund mit Leishmaniose und Xanthinsteinen nämlich ein lebensbedrohlicher Notfall!

Konsequenz ist also, dass ein Hund mit Leishmaniose viel trinken muss (Hundefutter suppig zubereiten) und eine besondere Diät benötigt. Ein Hund mit Leishmaniose braucht laut der Tierärztin Cornelia Bauer von XaraVet eine purinarme Ernährung. Zudem muss der Harn-pH über die Fütterung im alkalischen Bereich bei ungefähr 7,2 gehalten werden.

Leishmaniose Hundefutter darf deshalb nicht irgendein Trockenfutter oder Nassfutter aus dem Regal sein.

Die Fütterung bei Leishmaniose darf folgende Lebensmittel nicht enthalten:

- Linsen,
- Fleischextrakte (beispielweise Instant-Fleischbrühe!),
- Forelle,
- Geflügelhaut,
- Hefen (beispielsweise Bierhefe),
- Hering (Sprotten, Sardinen),
- Innereien,
- Sardellen,
- Soja.
Fleisch sollte nicht im Übermaß verfüttert werden.

Sehr gut geeignet für eine purinarme Ernährung beim Hund sind Eier und Milchprodukte sowie Kartoffeln, Weizenprodukte (Nudeln), Äpfel, Birnen, Gurken und Zucchini.
Der Harn-pH kann über die Fütterung sehr gut kontrolliert werden. Wichtig ist dabei das Kationen-Anionen-Verhältnis im Harn. Dieses Verhältnis bestimmt den Harn-pH. Der Futter - Tierarzt XaraVet kann dieses Verhältnis berechnen und den Ernährungsplan für einen Hund mit Leishmaniose dementsprechend zusammenstellen.

Auf die Inhalte in Trockenfutter oder Nassfutter muss genau geachtet werden: Produkte mit Bezeichnungen in der Zusammensetzung wie "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" sind keine geeignete Diät bei Leishmaniose.
Auch wenn in der Zusammensetzung nur die Tierart und nicht die Fleischsorte angegeben wird, ist das Hundefutter nicht für Leishmaniose - Hunde geeignet. Beispiel: "Huhn" kann auch Innereien vom Huhn enthalten, "Hühnerfleisch" ist definitiv Muskelfleisch.

Nun stellt sich die Frage, wie man einen Hund mit Leishmaniose füttern kann und was man einem Hund mit Leishmaniose füttern sollte.

Geeignete Leishmaniose Trockenfutter sind Trockenfutter ohne Hefe, Fisch, Innereien, etc.
Geeignete Leishmaniose Nassfutter sind Nassfutter ohne oben genannte Zutaten.

Wer noch mehr oder andere Hundefutter zur Ernährung von einem Hund unter Allopurinol braucht, wird vielleicht in folgenden Listen fündig:

- Fertigfutter (Trockenfutter, Nassfutter) für Welpen und Junghunde
- Fertigfutter (Trockenfutter, Nassfutter) für ausgewachsene Hunde
- Fertigfutter (Trockenfutter, Nassfutter) für kastrierte Hündinnen und Rüden
- Fertigfutter (Trockenfutter, Nassfutter) für Sporthunde

Ein Hund mit Leishmaniose muss zwar strikt eine purinarme Ernährung einhalten, trotzdem ist auch bei einem solchen Hund Barfen möglich.
Bezüglich der Zusammensetzung der Ernährung für einen Hund mit Leishmaniose ist es aber sehr empfehlenswert mit einer tierärztlichen Ernährungsberatung zusammen zu arbeiten, da Fehler in der Rationszusammensetzung zu Lasten des Hundes mit Leishmaniose gehen.
Wichtig ist eine die Nieren entlastende Ration und ein Verzicht auf die oben genannten Lebensmittel.
Gerade beim Barfen (Barf = Biologisch artgerechte Rohfütterung) eines Hundes werden übermäßig hohe Proteinmengen verfüttert, so dass das Protein - Energie - Verhältnis häufig bei 18:1 oder mehr liegt. Sollwert ist ein Verhältnis von 10:1.
Sollten Sie sich unsicher sein, wie eine Barf - Ration, ein Fertigfutter oder eine Ration zum selber kochen für einen Hund mit Leishmaniose zusammengesetzt sein sollte, erhalten Sie einen leckeren Ernährungsplan oder eine Futter-Empfehlung vom Futter-Tierarzt XaraVet für einen aktiven und lebensfrohen Hund.


Autor:

Tierärztin Cornelia M. Bauer


Literatur:

„Ernährung des Hundes“, Meyer, Zentek, 5. Auflage


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