Gastritis beim Hund Ernährung

Wenn ein Hund plötzlich aufsteht, hektisch leckt, speichelt und dringend Gras fressen möchte, weiß so mancher Hundebesitzer schon Bescheid: dem Hund ist schrecklich übel und er muss sich gleich erbrechen.
Bestenfalls ist dem Hund übel, weil er unverdaulichen Unrat wieder loswerden muss. Oder aber der Hund hat eine Gastritis, also eine Magenschleimhautentzündung bzw. der Hund übersäuert nachts schnell. Manch ein Hund neigt zu einer Gastritis, so dass ihm immer wieder übel ist. Ein Hund mit einer chronischen Gastritis kann manchmal aber einfach auch nur matt und nicht besonders leistungsfähig sein.

Neben dem Handeln bei einer gerade auftretenden Symptomatik ist es sehr wichtig, die Ursache für die Gastritis beziehungsweise Übersäuerung beim Hund zu finden; insbesondere, wenn ein Hund regelmäßig übersäuert nachts. Es macht nämlich viel mehr Sinn, die Ursache für die Gastritis beim Hund abzustellen, als immer nur die Symptome zu behandeln!

Was mache ich nun aktuell, wenn meinem Hund übel ist?
Zunächst einmal muss ein höherer Säuregehalt im Magen vermieden und die Magenwand geschützt werden. Dazu gibt es verschiedene Medikamente, die zum einen die Bildung von Magensäure reduzieren und zum anderen die Magensäure neutralisieren bei dem betroffenen Hund. Außerdem sollte dem Hund mit Gastritis unmittelbar nach dem Erbrechen für die nächsten 6 bis 8 Stunden keine feste Nahrung angeboten werden. Bei einer Gastritis bei einem Hund frisst dieser meist von sich aus in der akuten Phase nichts außer Gras.

Für einen Hund mit Gastritis als Hausmittel eignet sich ein Magen-Darm-beruhigender Tee mit Fenchel, Anis, Kamille, Schafgarbe und / oder Kümmel. Manche Hunde schlabbern so einen Tee gerne, andere wiederum nicht. Eventuell hilft eine Zugabe von wenig Salz oder Zucker zu dem Tee.

Ein weiteres Hausmittel bei Gastritis beim Hund ist Heilerde. Heilerde ist auch unter dem Namen Zeolith oder Klinoptilolith erhältlich. Heilerde für einen Hund bei Gastritis hat die Besonderheit, dass Schadstoffe, Fette und Magensäure gebunden werden. Heilerde kann also die Magensäure neutralisieren bei einem übersäuerten Hund. Da Heilerde allerdings auch die Wirksamkeit von Medikamenten beeinflusst, darf bei Gastritis von einem Hund Heilerde nur mit einem Mindestabstand von 2 Stunden vor und nach einer Medikamentengabe verabreicht werden.

Hund übersäuert - was füttern?
Ebenfalls für einen Hund mit Gastritis als Hausmittel geeignet, ist ein Schleim aus Leinsamen oder Flohsamen. Dieses Hausmittel ist aber nicht für alle Hunde mit Gastritis geeignet, da es durchaus Hunde gibt, die Leinsamen oder Flohsamen nicht vertragen. Der Sinn von einem Schleim aus Leinsamen oder Flohsamen ist ein schützender Effekt für die Magenwand von dem Hund mit Gastritis. Die Schleimstoffe aus diesem Hausmittel legen sich auf die Magenwand von dem Hund mit Gastritis und schützen die Magenwand so vor der Säurewirkung der Magensäure.

Sobald der Hund mit Übersäuerung beziehungsweise der Hund mit Gastritis wieder feste Nahrung aufnehmen darf, wird vorsichtig mit kleinen Futtermengen mehrmals täglich angefüttert.

Hund übersäuert - was füttern?
Bei einem Hund mit Gastritis sollte die Fütterung mit einem breiigen Hundefutter erfolgen. Der Gehalt an verdaulichem Rohprotein sollte sich an dem Erhaltungsbedarf für den jeweiligen Hund orientieren. Keinesfalls darf der Gehalt an verdaulichem Rohprotein über diesem individuellen Erhaltungsbedarf liegen, eher darunter. Fleisch verweilt relativ lange im Magen, weshalb diese Grenze für den Gehalt an verdaulichem Rohprotein sinnvoll ist.
Ebenfalls schwer verdaulich für einen Hund ist rohes Obst und Gemüse. Gemüse ist insofern auch nicht ideal, da es in der Regel faserreich ist. Ein Hund, der schnell übersäuert oder ein Hund, der unter einer Gastritis leidet, sollte nicht mehr als 2% Rohfaser in der Trockensubstanz verfüttert bekommen.
Damit die Magenwand nicht mechanisch geschädigt wird, darf ein Hund bei einer Übersäuerung oder einer Gastritis keine Knochen fressen. Es muss darauf geachtet werden, dass der Bedarf an Calcium und Phosphor trotzdem gedeckt und ein korrektes Verhältnis von Calcium und Phosphor eingehalten wird.

Bei einer Gastritis oder einer Magenübersäuerung beim Hund sollte nach den Ursachen geforscht werden. Die Ursachen einer Magenübersäuerung beim Hund sind häufig in einer für den jeweiligen Hund nicht passenden Futterzusammensetzung zu finden. Der Futter-Tierarzt XaraVet ist behilflich, fütterungsbedingte Ursachen für einer Magenübersäuerung beim Hund aufzudecken.

Was füttere ich beim Hund bei übersäuertem Magen?
Bei einem Hund mit Gastritis kann die Fütterung sowohl mit Fertigfutter als auch mit selbst gemischtem Hundefutter erfolgen.
Welches Hundefutter bei Übersäuerung:
Fertigfutter sollte einer Magenschonkost entsprechen und die Unverträglichkeiten von dem jeweiligen Hund berücksichtigen. Dies gilt auch für Barf bei einer Magenschleimhautentzündung oder selbst gemischtes Hundefutter bei chronischer Gastritis. Barf bei einer Magenschleimhautentzündung sowie selbstgemischte Schonkost für einen Hund mit Sodbrennen (generell Schonkost für Hunde bei Magenproblemen) muss aber zwingend die Voraussetzungen einer Schonkost für Hunde bei Magenproblemen entsprechen. Gastritis beim Hund erfordert eine Ernährung, die nicht nur magenschonend ist. Eine selbstgemischte Schonkost für Hunde bei Magenproblemen muss außerdem nachgewiesenermaßen alle benötigten Nährstoffe abdecken, ohne eine Überversorgung von manchen Nährstoffen zu verursachen. Eine chronische Gastritis erfordert eine angepasste Ernährung von dem Hund.
Falls man eine Schonkost für einen Hund mit Sodbrennen oder Hundefutter bei chronischer Gastritis selber machen möchte, aber unsicher bezüglich der richtigen Zusammensetzung der Ernährung für einen Hund mit Übersäuerung ist, gibt es Tierärzte speziell für die Ernährung. Der Futter-Tierarzt XaraVet erstellt speziell für den magenkranken Hund einen Futterplan, so dass man die Schonkost für Hunde mit Magenproblemen selber machen kann.


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Autor:

Tierärztin Cornelia M. Bauer


Quellen:

„Ernährung des Hundes“, Meyer, Zentek, 5. Auflage

„Praktikum der Hundeklinik“, Suter, Kohn, 10. Auflage


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