Rohprotein

Rohprotein besteht aus Eiweiß (= Reinprotein). Außerdem zählen zu diesem Begriff alle stickstoffhaltigen Verbindungen wie z. B. freie Aminosäuren.

Eine Proteinquelle kann nicht nur tierischer, sondern auch pflanzlicher Herkunft sein. Pflanzliche Proteine werden allerdings nicht so gerne wie tierische Proteine gefressen.

Der Gehalt von Rohprotein im Futter ist abhängig von den verwendeten Zutaten. So hat z. B. Pferdefleisch einen anderen Rohproteingehalt als Hühnerfleisch. In Feuchtfutter ist auf der Verpackung generell eine geringere Prozentzahl an Protein angegeben als in Trockenfutter, weil der Wassergehalt mit berücksichtigt wird. Der Wassergehalt ist in Trockenfutter deutlich geringer, daher sind in 100g Trockenfutter mehr Proteine als in der entsprechenden Menge Feuchtfutter.

Im Futter sollte die Menge an Rohprotein nur im Zusammenhang mit der im Futter enthaltenen Energie bewertet werden. So sollte das Futter für einen Hund optimalerweise ein Verhältnis von 10:1 (10 Teile Verdauliches Rohprotein auf 1 Teil Umsetzbare Energie in der Einheit MJ) haben. 25% Rohprotein sind auch in energiereichen Produkten ( > 2 MJ / 100g Futter) mehr als ausreichend; 30% sollten in Hundetrockenfutter und 8,3% in Hundefeuchtfutter nicht überschritten werden.

Zu beachten ist, dass es Lebenssituationen gibt, in denen der Rohproteingehalt des Futters anzupassen ist. So brauchen Hunde im Wachstum, während der Trächtigkeit und der Säugephase (Laktation) mehr Protein, Tiere mit einer Chronischen Nierenerkrankung (auch als Niereninsuffizienz oder Nierenversagen bezeichnet) dagegen weniger Protein.


Quellen:

"Klinische Diätetik für Kleintiere", Band 1, Hand, 2002 „Ernährung des Hundes“, Meyer, Zentek, 5. Auflage

„Nutrient Requirements of Dogs and Cats“, National Research Council




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