Lebererkrankung beim Hund Ernährung

Hunde mit einer Erkrankung der Leber profitieren sehr von einer speziellen Leberdiät.

Schlechte Leberwerte beim Hund - was füttern?
Je nachdem in welchem Stadium die Lebererkrankung ist und um welche Lebererkrankung es sich handelt, ist es von Vorteil, wenn die Ernährung für den leberkranken Hund jeweils dem aktuellen Zustand der Lebererkrankung angepasst wird.

Ernährung für leberkranken Hund:
Im Handel finden sich entsprechende Produkte wie Trockenfutter für leberkranke Hunde, aber auch Kochen für einen leberkranken Hund (genau wie barfen) ist möglich.

Leberdiät für einen Hund selber kochen:
Falls man eine Leberdiät für Hunde selber machen möchte, aber unsicher bezüglich der richtigen Zusammensetzung der Ernährung für einen Hund mit Leberschaden ist, gibt es Tierärzte speziell für die Fütterung. Eine tierärztliche Ernährungsberatung erstellt speziell für den leberkranken Hund einen Futterplan, so dass man das Leberdiätfutter für Hunde selber machen kann. Ebenso bieten sie Futterpläne, um einen leberkranken Hund barfen zu können.

Grundsätzlich muss das Hundefutter bei einer Lebererkrankung ausreichend Energie beinhalten. Egal, ob es sich um Trockenfutter für leberkranken Hund oder um Kochen für leberkranken Hund handelt.
Bei einer Lebererkrankung bei einem Hund dienen in der Ernährung als Energiequellen Stärkemehle und Fette. Ist der Gallefluss behindert, muss eine fettreduzierte Leberdiät gefüttert werden. Dabei sollte der Fettgehalt 5% der Trockensubstanz nicht übersteigen. Liegt eine Leberverfettung vor, wird ebenfalls der Fettgehalt niedrig gehalten (5-8% Rohfett in der Trockensubstanz). Zusätzlich können Lezithin oder Carnitin (250 – 500mg/Tag) gefüttert werden, da diese Stoffe den Fettabbau in der verfetteten Leber verbessern.
Hundefutter mit Mariendistel und Artischocke helfen dabei, die Leber von dem Hund zu entgiften.

Der Proteingehalt bei einer Ernährung für einen leberkranken Hund muss reduziert werden und die Proteinquelle in der Leberdiät sollte hoch verdaulich sein. Außerdem müssen die Proteine in der Leberdiät so beschaffen sein, dass sie von dem leberkranken Hund schon im Dünndarm abgebaut werden. Dies sind beispielsweise Sojaprodukte wie Sojaproteinisolat, Quark oder andere Milchproteinprodukte, Fisch und Fleisch. Ei darf bis zu 10% der Ration an den Hund mit Leberschaden verfüttert werden. Zu viel Ei sollte wegen seines Methioningehaltes vermieden werden. Wie stark die Diät zur Ernährung eines Hundes mit Leberschaden proteinreduziert sein muss, hängt individuell vom Patienten und seinem Albumin-, Harnstoff-, und Ammoniakgehalt im Blut ab. Zeigen sich dabei starke Leberfunktionsstörungen sollte ein solcher Hund deutlich weniger Protein erhalten als ein Patient mit nur moderaten Veränderungen.

Rohfaser sollte zu ungefähr 3% in der Leberdiät enthalten sein. Einen Teil der Rohfaserquellen sollten Trockenschnitzel, Möhren oder Apfelpektine stellen, da diese den Darminhalt ansäuern und somit ammoniakbildende Bakterien reduzieren. Aus demselben Grund ist es sinnvoll auch Laktulose (bis 1g pro kg Körpermasse täglich) zu geben. Kleie ist wegen der schlechten Verdaulichkeit ungeeignet, da sich viele unerwünschte Bakterien im Darm davon ernähren können und Ammoniak als Abfallprodukt bilden.

Zusätzlich reduzieren 2 mg Vitamin E pro kg Körpermasse täglich Schäden durch toxische Abbauprodukte.

Verursacht die Lebererkrankung Ödeme, muss der Natriumgehalt reduziert werden auf <250mg/1MJ Umsetzbare Energie.
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Autor:

Tierärztin Cornelia M. Bauer


Quellen:

„Ernährung des Hundes“, Meyer, Zentek, 5. Auflage

„Praktikum der Hundeklinik“, Suter, Kohn, 10. Auflage


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