Hund IBD Ernährung

Erbrechen, Durchfall, Blähungen. Bei dem einen Hund vorübergehend und nichts Schlimmes weiter, manchmal aber eine ernst zu nehmende Erkrankung.
So auch bei Amy: Amy ist eine Mischlingshündin. Ihr Frauchen Sabrina hat Amy seit 3 Jahren. Seit 1 Jahr hat Amy ständig mit Durchfall zu kämpfen - so schlimm, dass Amy manchmal keine Nacht durchhalten konnte und manches Mal in die Wohnung gemacht hat. Für Sabrina war klar, dass es so nicht weiter gehen kann. Also ab zum Tierarzt und Amy gründlich untersuchen lassen. Einige Besuche und diagnostische Maßnahmen später stand die Diagnose fest: Inflammatory Bowel Disease = IBD beim Hund.

IBD ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung beim Hund, die durch viele verschiedene gleichzeitig zusammenkommende Faktoren verursacht wird. Eine definitive und bei allen Hunden einheitliche Ursache von IBD beim Hund gibt es nicht: der eine Hund hat vielleicht eine IBD wegen einer Reaktion auf Darmbakterien, der nächste Hund mit IBD leidet unter diesem Symptomkomplex, weil vielleicht seine Darmwand durchlässiger ist oder sein Darm-Immunsystem nicht korrekt arbeitet, oder, oder, oder...

Sabrina war (verständlicherweise) zunächst geschockt. Ihr Hund hat eine entzündliche Darmerkrankung!
Also hat sich Sabrina in die Materie eingearbeitet: chronische Darmentzündung beim Hund - was hilft?

Da die Ursache einer IBD beim Hund nicht für alle betroffenen Hunde einheitlich gleich ist und es verschiedene Formen der IBD gibt, unterscheidet sich je nach IBD - Hund natürlich auch die Therapie.

Chronische Darmentzündung beim Hund - was hilft: ganz, ganz wichtig für einen Hund mit IBD ist das Futter. Der Darm hat eine riesige Oberfläche und kommt direkt mit den verschiedensten Krankheitserregern in Kontakt. Der Darm kämpft also an forderster Front gegen unerwünschte Eindringlinge. Daher ist bei einem Hund mit IBD die Ernährung das A und O. Werden bei einem Hund mit IBD Fütterungsfehler gemacht oder verträgt der Hund mit IBD vielleicht schlicht und ergreifend ein Futter nicht so gut, leidet an erster Stelle der Darm. Dadurch ist der Darm geschwächt und die Bakterienflora im Darm kann sich negativ verändern. Daher muss dem IBD - Hundefutter große Beachtung geschenkt werden.

IBD Hund - welches Futter?
Sabrina machte sich also Gedanken, welches Futter ihr IBD - Hund Amy bekommen sollte. Sabrina stellte fest, dass je nach Lokalisation der Erkrankung bei einem IBD Hund die Fütterung verschieden ist.
Wenn IBD bei einem Hund vor allem den Dünndarm betrifft, muss das Futter eher fettarm sein. Wenn dagegen vor allem im Dickdarm IBD bei einem Hund auftritt, ist ein bestimmter Rohfasergehalt von Vorteil, da mehr Energie für Dickdarmzellen verfügbar ist und die Darmmotilität verbessert wird.
Sabrina lernte außerdem, dass (egal, ob sie ihren IBD Hund Amy Barfen möchte oder ihrem Hund mit IBD Trockenfutter füttern möchte) der Gehalt an verdaulichem Rohprotein unterschiedlich hoch sein muss, je nachdem, wie sich die Erkrankung bei dem jeweiligen Hund mit IBD äußert.
Bei IBD von einem Hund kann es zu einer Fehlbesiedlung mit Bakterien im Darm kommen, so dass möglicherweise nicht genug Folsäure und Vitamin B12 gebildet wird. Amy braucht also gegebenenfalls eine über den normalen Bedarf hinausgehende Versorgung mit diesen beiden Nährstoffen.

Sabrina ist sich außerdem sehr unsicher, ob sie ihren Hund mit IBD mit Trockenfutter füttern soll oder ob sie ihren IBD Hund Amy nicht doch lieber barfen sollte. Kochen oder Barfen bei einer Darmentzündung hat insofern den Vorteil, dass Sabrina für Amy individuell das Futter mischen kann und auch bei Bedarf gezielt ein Lebensmittel austauschen kann. Da bei einer chronischen Darmentzündung von einem Hund das Futter möglichst so gestaltet sein sollte, dass der Hund nicht allergisch auf einen Futterbestandteil reagiert, hat Sabrina sich dafür entschieden, dass Futter für Amy zunächst selber anzumischen. Einen sehr guten Futterplan für ihren IBD Hund Amy hat sie bei dem Futter-Tierarzt XaraVet erhalten.

Die Frage "Chronische Darmentzündung beim Hund - welches Futter" lässt sich nämlich nicht mit einer konkreten Empfehlung beantworten, sondern ist maßgeblich davon abhängig, was der Hund mit IBD bisher gefressen hat und was der Hund mit IBD definitiv nicht verträgt. Dementsprechend fällt eine Empfehlung, welches Futter für einen IBD Hund geeignet ist oder mit welchen Lebensmitteln man einen Hund mit IBD barfen sollte, unterschiedlich aus.

Sabrina hat mit Amy festgestellt, dass sie bei einer Vermeidung bestimmter Lebensmittel relativ wenig Medikamente für Amy benötigt.



Autor:

Tierärztin Cornelia M. Bauer


Quellen:

„Ernährung des Hundes“, Meyer, Zentek, 5. Auflage
„Praktikum der Hundeklinik“, Suter, Kohn, 10. Auflage


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