Hund wie oft füttern am Tag

Wie häufig man einen Hund am Tag füttern sollte, hängt von verschiedenen Randbedingungen ab.
Der Magen eines Hundes ist sehr dehnbar. Daher kann der Magen eines Hundes größere Futtermengen aufnehmen, so dass die meisten Hunde in der Regel 1x am Tag gefüttert werden können.
Wie oft die Fütterung eines Hundes nötig ist, hängt allerdings wesentlich von der Situation ab, in der der Hund sich befindet. Hunde mit einem sensiblen Magen bekommen oft Übelkeit, wenn sie zu lange nüchtern bleiben müssen. Bei solchen Hunden sind mehrere kleinere Portionen über den Tag verteilt gefüttert eine gute Maßnahme, um eine Übersäuerung zu verhindern.
Werden große Hunde nur 1x am Tag mit Trockenfutter gefüttert, steigt das Risiko einer Magendrehung deutlich an.


Ausgewachsenen Hund - wie oft füttern?
Wie oft man ein ausgewachsenen Hund im Erhaltungsbedarf, also ohne besondere Belastung, am Tag füttern sollte, bleibt einem selber überlassen. Ob 1x, 2x oder öfter der Hund zu Fressen bekommt - jeder kann es sich so einrichten, wie es am besten in den Tagesablauf passt. Ein Hund, der nur 1x am Tag gefüttert wird, darf nicht zu den Risikorassen gehören, die leicht eine Magendrehung bekommen.


Säugende Hündin - wie oft füttern?
Wenn der Hund allerdings einen höheren Energiebedarf hat (beispielsweise weil der Hund als Sporthund geführt wird oder die Hündin Welpen säugen muss), muss man die Häufigkeit der Mahlzeiten am Tag, an denen man einen solchen Hund füttern sollte, auf mindestens 2x bis 3x erhöhen. Bei säugenden Hündinnen ist meist sogar eine Häufigkeit der Fütterung von 4x und mehr am Tag nötig.

Jungen Hund - wie oft füttern?
Auch einen jungen Hund muss man häufiger als 1x am Tag füttern.
Einen jungen Hund von 4 Monaten oder 5 Monaten muss man noch mit einer Häufigkeit von ungefähr 3x bis 4x am Tag füttern, einen jungen Hund in einem Alter von 7 Monaten oder 9 Monaten kann man schon mit 2x oder 3x am Tag seltener füttern.
Je älter der junge Hund wird, desto länger kann er Pausen zwischen den Fresszeiten aushalten. Ab wann man den jungen Hund 1x füttern kann, hängt von der Konstitution des jungen Hundes ab. In der Regel kann ein Hund mit 12 Monaten aber auf eine Fütterung von 1x am Tag umgestellt werden. Vorausgesetzt, der Hund gehört nicht zu den Risikorassen einer Magendrehung.

Alter Hund - wie oft füttern?
Alte Hunde haben oftmals irgendwelche Krankheiten und sind nicht mehr so fit, so dass es nötig sein kann, den Hund mehr als 1x oder 2x zu füttern. Wie oft man den alten Hund füttern muss, ist also eine Frage der gesundheitlichen Konstitution.
Ist der alte Hund noch gesund und fit, kann natürlich die Häufigkeit der Fütterung, so wie sie bisher war, beibehalten werden.

Wie oft kleinen Hund füttern? Beispielsweise Malteser Hund wie oft füttern?
Ein kleiner Hund wie beispielsweise ein Malteser steckt Hungerphasen schlechter weg, daher ist es sinnvoller einen kleinen Hund mindestens 2x am Tag zu füttern.

Großen Hund - wie oft füttern?
Manche große Hunde neigen zu einer Magendrehung nach dem Fressen. Gefährdete Rassen für eine Magendrehung sind die Deutsche Dogge, der Berner Sennenhund, Schäferhund, Gordon Setter, Irish Setter und Weimaraner. Risikofaktoren sind schmale tiefe Brustkörbe sowie das Verfüttern von Trockenfutter mit sehr großen Kroketten und große Futtermengen.
Einen großen Hund füttert man daher besser mehrmals am Tag. Je öfter der Hund am Tag zu fressen bekommt, desto niedriger ist das Risiko einer Magendrehung.

Hund fasten lassen?
Vor allem in der Barf - Ideologie ist es üblich, mit seinem Hund einen Fastentag einzulegen. Seinen Hund fasten zu lassen ist aber völlig unnötig. Es sei denn, man ist selber zu faul, um seinen armen Hund zu füttern... Für den Hund bringt ein Fastentag keinerlei Vorteile, auch eine Darmreinigung findet nicht statt. (Wie sollte sie auch?)
Im Gegenteil, wer seine Hunde im Rudel hält und die Rudelstruktur ist nicht sehr stabil, kann mit einem Fastentag Raufereien provozieren. Wir haben schließlich auch nicht gerade die beste Laune, wenn wir Hunger haben...

Lesenswerte Links:
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Autor:

Tierärztin Cornelia M. Bauer


Quellen:

„Ernährung des Hundes“, Meyer, Zentek, 5. Auflage
Foto: "Lecker...." von Barbara64, Some rights reserved, www.piqs.de


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