Mais für Hunde

Mais befindet sich in vielen Hundefutter - Produkten; vor allem Trockenfutter beinhaltet in der Regel Mais. Mais (oder auch Polenta genannt) ist nicht zwingend zu verteufeln und als Füllstoff zu deklarieren, da sich viele für Hunde wertvolle Inhaltsstoffe in Mais befinden.
Vorsicht ist allerdings bei den Maisspindeln angebracht und die Möglichkeit einer allergischen Reaktion besteht (wie bei anderen Lebensmitteln auch) auch bei Mais / Polenta.

Welchen Zweck erfüllt Mais im Hundefutter?
Mais für Hunde ist ein sehr guter Energielieferant. Bei Hunden, die krankheitsbedingt fettarm ernährt werden müssen, aber auch bei gesunden Hunden stellt Mais im Hundefutter leicht verfügbare Energie bereit.
Zudem liefert Mais für Hunde Linolsäure, welche einen großen Einfluß auf eine gute Hautgesundheit hat. In Mais befindet sich außerdem im Vergleich zu anderen ähnlichen Lebensmitteln relativ viel Jod (wichtig für die Schilddrüse), Vitamin A (wichtig für das Auge und die Fruchtbarkeit) sowie Vitamin E. Vitamin E ist viel an antioxidativen Prozessen beteiligt; das heißt, dass die Zellalterung verzögert wird. Mais für Hunde ist also keineswegs grundsätzlich als schädlich anzusehen.

Wann sollte Mais für Hunde gemieden werden?
Es gibt einige Hunde, die auf manche Lebensmittel mit einer Nahrungsmittel-Allergie reagieren. Auf welche Lebensmittel ein Hund allergisch reagiert, ist aber individuell sehr unterschiedlich. Ein allergischer Hund kann beispielsweise auf Rindfleisch, auf Soja oder eben auch auf Mais reagieren. Sollte bei Ihrem Hund der Verdacht einer Nahrungsmittel-Allergie bestehen, muss Ihr Hund speziell gefüttert werden. Wenden Sie sich diesbezüglich an den Futter - Tierarzt XaraVet.
Absolut tabu für Hunde ist Mais in Form von Maisspindeln. Dies hat nichts damit zu tun, dass dieser Mais für Hunde giftig ist. Maisspindeln haben eine schön konische Form und gleiten gut. Wenn ein Hund eine solche Maisspindel komplett abschluckt, kann diese Maisspindel Speiseröhre oder Darm verstopfen. Ein lebensgefährlicher Notfall! Daher: Mais im Hundefutter ist ok, aber nicht in Form von ganzen Maiskolben!

Mais im Hundefutter: wie wird Mais für Hunde zubereitet?
Ein Hund kann Mais am besten verdauuen, wenn der Mais wie im Verdauungstrakt seiner Beutetiere aufgearbeitet ist. Das bedeutet, dass der Mais möglichst gut zerkleinert und aufgeschlossen sein sollte. Maisgrieß für Hunde ist beispielsweise sehr gut geeignet, da die Maiskörner bereits gut zerkleinert sind. Zusätzlich zu der Zerkleinerung ist auch ein ausreichender Aufschluß der Maissstärke notwendig. Dazu wird der Mais für Hunde gründlich gekocht. Dies beantwortet auch die Frage: "Darf Hund Polenta essen?" Ja, das darf ein Hund, da Polenta nichts anderes ist als zerkleinerter und gegarter Maisgrieß!

Mais im Hundefutter für nervöse und gestresste Hunde geeignet?
Mais enthält im Vergleich zu anderen Lebensmitteln nur relativ wenig Tryptophan. Tryptophan ist eine Aminosäure, die im Körper zur Bildung von Serotonin verwendet wird. Serotonin ist ein Glückshormon; also verantwortlich für eine gute und entspannte Stimmung. Hunde mit Verhaltensauffälligkeiten, Nervosität oder einem stressigen Umfeld sollten also nach Möglichkeit viel Serotonin bilden können. Wenn nun aber Tryptophan fehlt, dem Substrat für Serotonin, wird weniger Serotonin gebildet als benötigt.
Mais für Hunde mit Nervosität oder Stress sollte daher nicht regelmäßig in größerer Menge gefüttert werden, wenn nicht durch ein anderes Lebensmittel viel Tryptophan aufgenommen wird. Letztlich ist die Tryptophan-Versorgung an einem Tag immer ein Ergebnis der kompletten Rationszusammenstellung dieses Tages.

Hund und Mais - lesenswerte Links:
- Hundefutter ohne Mais für Hunde suchen
- Welpenfutter ohne Mais suchen

Autor:

Tierärztin Cornelia M. Bauer


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