Kochen für Hunde

Selber Kochen für den Hund, so dass ein artgerechtes Hundefutter entsteht und der Hund mit allen Nährstoffen versorgt wird, ist möglich. Da viele Besitzer gerne für ihren Hund kochen, gibt es hier einige Tipps, wie man Hundefutter selbst zusammenstellen kann. Ein selber Kochen von Hundefutter ist nämlich richtig gemacht eine leckere Abwechslung oder sogar komplette Alternative zu industriell gefertigter Trocken- oder Dosennahrung für einen Hund.

Ein gutes Hundefutter muss laut der Tierärztin Cornelia Bauer von XaraVet mehrere Voraussetzungen erfüllen: es muss einerseits lecker und andererseits artgerecht sein, sprich den Hund mit allen Nährstoffen versorgen, ihn aber nicht über- oder unterversorgen. Dies ist gar nicht so einfach, weil insbesondere der Bedarf an Kupfer und Zink nicht so simpel gedeckt werden kann, ohne versehentlich eine hoffnungslose Überdosierung beispielsweise mit Vitamin A oder D zu produzieren.
Bei Hunden mit Krankheiten oder bei wachsenden Hunden muss außerdem darauf geachtet werden, dass für die jeweilige Erkrankung oder das jeweilige Alter die entsprechenden Empfehlungen an die der Situation angepassten Nährstoffbedürfnisse eingehalten werden. So darf beispielsweise ein Hund mit einer Nierenerkrankung nicht so viel Fleisch und nicht so viel Phosphor erhalten wie ein gesunder Hund. Oder bei einem Hund mit Struvitkristallen darf der Gehalt an Fleisch, Magnesium und Kalium nicht über dem Bedarf liegen oder ein 5 Monate alter Welpe hat ein anderes Bedürfnis an Mengen- und Spurenelemente als ein erwachsener Hund oder, oder, oder. Selber Kochen für Hunde bedeutet also nicht nur, Fleisch, Knochen und Gemüse in den Napf zu kippen und zu hoffen, dass diese Fütterung über die Zeit gesehen den Hund schon mit allem versorgen wird. Selber Kochen für Hunde bedeutet eine riesengroße Verantwortung für den Hund!. Wer regelmäßig Hundefutter selbst zusammenstellen möchte, sollte sich daher einen genauen Ernährungsplan mit exakten Angaben der erforderlichen Menge an notwendigen Lebensmitteln von dem Futter - Tierarzt XaraVet erstellen lassen.

Woraus muss selbstgekochtes Hundefutter bestehen?
Ein Hund ist ein fakultativer Fleischfresser. Das bedeutet, dass ein Hund einen Bedarf an Fleisch = Protein hat, aber auch andere Lebensmittel in größerer Menge gerne frisst. Wer selber für seinen Hund kochen möchte, muss also als allererstes Fleisch haben. Die Menge ist abhängig von der Größe der Hundes: ein kleiner Hund von 10 kg Körpergewicht benötigt vielleicht nur 300 g Fleisch am Tag, während ein Hund mit 30 kg Körpergewicht leicht die doppelte Fleischmenge frisst.
Fleisch alleine für den Hund kochen ist aber alles andere als gesund. Fleisch deckt nicht den Bedarf an beispielsweise Rohfaser, Energie, Kalzium oder Vitamin D3. Wer Hundefutter selbst zusammenstellen möchte, muss daher noch andere Lebensmittel verwenden, die die "Schwächen" von Fleisch ausgleichen.

Als Energielieferanten werden Fette, Öle und stärkehaltige Kohlenhydrate eingesetzt. Welche Menge davon jeweils zu verwenden ist, hängt sehr von dem jeweiligen Hund ab. Der eine Hund kann problemlos selbstgekochtes Hundefutter mit viel Fett und wenig stärkehaltigen Kohlenhydraten fressen. Der nächste Hund aber neigt vielleicht zu einer Pankreatitis (=Bauchspeicheldrüsenentzündung), weshalb Fett nur absolut restriktiv verwendet werden darf. Selber Kochen für diesen Hund bedeutet daher, mehr stärkehaltige Kohlenhydrate bei weniger Fett einzusetzen, um den Energiebedarf von dem Hund abzudecken.

Je nach Anteil stärkehaltiger Kohlenhydrate benötigt ein Hund laut der Tierärztin Cornelia Bauer von XaraVet außerdem Rohfaser für eine gesunde Darmflora. Beim selber Kochen für Hunde sollte daher auch Gemüse und Obst als Quelle löslicher und unlöslicher Fasern verwendet werden. Als komplette Bedarfsdeckung der Vitamine eignet sich Obst und Gemüse aber nicht. Dazu müsste beim Kochen für Hunde eine deutlich größere Menge an Obst und Gemüse verfüttert werden, so dass die empfohlene Obergrenze von 2% Rohfaser in der Trockensubstanz der gesamten Tagesration hoffnungslos gesprengt wird.

Die bedarfsdeckende (und nicht überdosierte) Versorgung mit Spurenelementen wie Kupfer und Zink ist manchmal etwas kniffelig. Je nachdem, welche Fleischsorte zu welchen weiteren Lebensmitteln beim Kochen verwendet wurde, ist eine Ergänzung der noch fehlenden Nährstoffe über ein zu der Kochration passenden (!) Vitamin-Mineralstoff-Präparat erforderlich. Da sich die Nährstoffzusammensetzung der Lebensmittel zum Teil gravierend unterscheidet, passt logischerweise auch nur das eine oder andere Ergänzungspräparat und nicht einfach irgendeines.
Ein guter Spurenelement-Lieferant sind Innereien wie die Niere. Niere riecht aber natürlich reichlich streng, was das Kochen für Hunde dann nicht unbedingt zu einem Vergnügen macht. Viel lieber, weil weniger geruchsintensiv, wird von einigen Hundeliebhabern Leber verfüttert. Leber enthält auch viele Nährstoffe ist aber aufgrund seines teilweise sehr hohen Gehaltes an Vitamin A sehr mit Vorsicht zu genießen. Außerdem wirkt Leber in zu großen Mengen sehr treibend auf den Darm!

Sie wollen gerne leckeres Hundefutter selbst zusammenstellen?
Das Kochen für den Hund soll eine artgerechte Nahrung ergeben?
Sie möchten Ihren Hund optimal mit allen Nährstoffen versorgt (und nicht vergiftet) sehen?
Dann ist der Futter-Tierarzt XaraVet der richtige Ansprechpartner für Sie! Nach Ihren Wünschen erhalten Sie speziell für die Bedürfnisse Ihres Hund einen artgerechten Ernährungsplan, nach dessen Anleitung Sie für Ihren Hund kochen können.


Autor:

Tierärztin Cornelia M. Bauer


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