Fleisch: roh oder gekocht, weiß oder rot?

Rohes Fleisch - gekochtes Fleisch
rohe Eier können Salmonellen enthalten Rohes Fleisch kann bakteriell oder parasitär kontaminiert sein, zum Beispiel mit Salmonellen, E. coli, Clostridien, Bandwürmern, Neosporen oder Sarkosporidien. Rohes Schweinefleisch darf grundsätzlich nicht an Hunde verfüttert werden, da es das für Hunde tödliche Virus Aujeszky enthalten kann.
Das Risiko der Kontamination betrifft aber nicht nur rohes Fleisch: auch getrocknete Kauartikel können im selben Maße Krankheitserreger enthalten wie rohes Fleisch. Rohe Eier können Salmonellen enthalten, vor allem, wenn sie älter sind.

Hunde werden in der Regel selber nicht krank, wenn sie zum Beispiel mit Salmonellen kontaminiertes Fleisch gefressen haben. Allerdings kann es vorkommen, dass der Hund über seinen Kot Salmonellen ausscheidet und somit einen Menschen anstecken kann.

Tiefgefrieren ist zur Abtötung von Parasiten wie Bandwürmern und Sarkosporidien sinnvoll. Wird Fleisch bei -20°C für drei Tage gefroren gelagert, sind Parasiten nicht mehr infektiös.
Leider gilt dasselbe nicht für Bakterien: diese werden zwar in ihrem Wachstum gehemmt, aber nicht abgetötet. Wird das Fleisch wieder aufgetaut, vermehren sich die Bakterien weiter. Um die Bakterien abzutöten, muss das Fleisch für 10 Minuten gekocht werden.
Aufgrund der Kontaminationsrisiken sollte bei Rohfütterung nur frisches oder kürzlich aufgetautes Fleisch verfüttert werden. Auftauen und wieder einfrieren wird besser vermieden.

Gekochtes Fleisch sollte mit der Fleischbrühe verfüttert werden, da sich in dieser unter anderem Aromen und Fette befinden. Der Gehalt an Vitaminen ist in gekochtem Fleisch geringer.

Weißes Fleisch - rotes Fleisch
Generell unterscheidet sich Fleisch von den verschiedenen Tierarten nicht gravierend. Größere Unterschiede bestehen aber im Fettgehalt. Weißes Fleisch (Geflügel, Kaninchen) enthält weniger Fett. Fett hat keinen Wasser-Anteil, dementsprechend enthält fettarmes Fleisch mehr Wasser als fettreiches Fleisch wie Ziege oder Schaf. Mehr Wasser im Fleisch bedeutet, dass die Trockensubstanz und damit der Nährstoffgehalt geringer ist. Also ist der Nährstoffgehalt in fettreichem Fleisch höher als in fettarmen Fleisch.


Autor:

Tierärztin Cornelia M. Bauer


Quellen:

„Raw food diets in companion animals: A critical review“, Joffe, 2002
„Ernährung des Hundes“, Meyer, Zentek, 5. Auflage
"Klinische Diätetik für Kleintiere", Hand, 2002
"Spezielle Physiologie der Haussäugetiere", Weiss, 2014
"Vitamine in frischen und konservierten Nahrungsmitteln", Lunde, 2013
"Experten-Tipp zur Rohfleischfütterung", ESCCAP
Foto: "eggs of many colors" von woodlywonderworks, Some rights reserved, www.piqs.de


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