Hund wird immer dünner - was tun?

Ein Hund wird immer dünner - das kann viele verschiedene Ursachen haben. Eine häufige Ursache, wenn ein Hund immer dünner wird, ist eine Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse. Dabei werden zu wenig Verdauungsenzyme gebildet, weshalb die Nährstoffe im Darm des Hundes nicht aufgenommen werden können. Ein betroffener Hund wird immer dünner trotz Fressen. Kennzeichnend für eine Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse ist ein gelber, pastöser, fettiger und voluminöser Kot.

Hund wird dünn, obwohl er frisst?
Wurde keine Erkrankung als Ursache dafür gefunden, dass der Hund dünn wird, muss die Zusammensetzung von dem Hundefutter oder dem Barf genauer untersucht werden. Abmagerung beim Hund muss nicht immer krankhafte Ursachen wie beispielsweise ein Enzymmangel haben; manchmal stimmt einfach nicht das Hundefutter für den Hund. Der Hund frisst scheinbar viel und ist trotzdem dünn.

Barf - Hund zu dünn?
Trotz Barf ist der Hund zu dünn und niemand weiß so genau, warum der Hund eigentlich nicht zunimmt.
Bei dem Barfen wird die Futtermenge nach dem Körpergewicht berechnet. So soll ein Hund 2-6% des Körpergewichts als Futtermenge bekommen. Wenn diese 2-6% sich aus Gemüse, Fleisch und etwas Öl zusammensetzen, frisst der Hund viel und wird trotzdem dünn.

Wenn bei der Fütterung von Barf ein Hund zu dünn ist, sollte der Energiegehalt der Ration überprüft werden. Dies kann ein auf Tierernährung spezialisierter Tierarzt.
Neben dem Energiegehalt des Barf - Futters sollte auch direkt überprüft werden, ob das Verhältnis von verdaulichem Rohprotein zu umsetzbarer Energie sowie das Calcium-Phosphor-Verhältnis und der Rohfasergehalt stimmt. Der Rohfasergehalt beeinflusst die Verdaulichkeit der Futtermittel, so dass es zu einer schlechten Verdaulichkeit von dem Hundefutter oder dem Barf kommen kann, obwohl an und für sich genügend Energie im Hundefutter oder Barf vorhanden wäre. Die Konsequenz ist, dass trotz scheinbar genügender Futtermengen von Barf der Hund zu dünn ist.
Daher sollte das Futter von einer tierärztlichen Ernährungsberatung überprüft werden, da auf den tatsächlichen Energiegehalt viele Faktoren Einfluss nehmen.

Unser Hund wird immer dünner - was sollen wir tun, um die Gewichtszunahme beim Hund zu fördern?
Ein Hund muss zunehmen - das geht sowohl mit Barf, aber auch mit einem Aufbaufutter für untergewichtige Hunde.

Dünnen Hund füttern - mit was?
Hochwertiges Muskelfleisch ist meist mager, weshalb ausreichend energiehaltige Futtermittel gefüttert werden müssen, um einen untergewichtigen Hund aufpäppeln zu können. Nur so kann man die Gewichtszunahme bei einem Hund fördern. Ein Hund muss zunehmen? Das geht auch mit Barf!

Hund zu dünn - was füttern?
Das Hundefutter oder Barf für einen Hund mit Untergewicht sollte sehr energiereich sein. Um festzulegen, welches Hundefutter oder Barf ein Hund, der zu dünn ist, bekommen sollte, wird zunächst der Energiebedarf des dünnen Hundes bestimmt. Dann stellt sich die Frage "Was füttern, damit der Hund zunimmt?". Dies ist zunächst abhängig davon, was der Besitzer füttern möchte: Barf oder ein Aufbaufutter für untergewichtige Hunde? Dies hängt einzig und allein von persönlichen Vorlieben ab; auch mit Barf kann man einen untergewichtigen Hund aufpäppeln.
Dann wird eine Rationskalkulation durchgeführt; das heißt speziell für den dünnen Hund wird ein Futterplan erstellt, der energiereich ist, ein korrektes Verhältnis an verdaulichem Rohprotein zu umsetzbarer Energie hat, ein korrektes Calcium-Phosphor-Verhältnis und eine korrekte Bedarfsdeckung mit allen Nährstoffen und Vitaminen.

Hundefutter für dünne Hunde - lesenswerte Links:
Hund zu dünn - Welches Futter: Aufbaufutter für untergewichtige Hunde
Barf Hund zu dünn - Tierärztliche Ernährungsberatung


Autor:

Tierärztin Cornelia M. Bauer


Quellen:

„Ernährung des Hundes“, Meyer, Zentek, 5. Auflage


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