Hund ist zu dünn

Bei Gewichtsabnahme steht als erstes Ursachenforschung auf der To-Do-Liste. Gewichtsverlust kann viele verschiedene Ursachen haben. Eine krankheitsbedingte Ursache für eine Gewichtsabnahme ist eine Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse. Dabei werden zu wenig Verdauungsenzyme gebildet, weshalb die Nährstoffe im Darm des Hundes nicht aufgenommen werden können. Ein betroffener Hund nimmt daher trotz guter Futteraufnahme ab. Kennzeichnend für eine Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse ist ein gelber, pastöser, fettiger und voluminöser Kot.
Mehr Informationen zu einer Bauchspeicheldrüseninsuffizienz finden Sie hier.
Eine weitere Ursache für einen zu dünnen Hund kann eine Tumor-Erkrankung sein. Gerade bei älteren Hunden steigt das Risiko, einen Tumor auszubilden. Erkrankte Patienten entwickeln mit dem weiteren Wachstum der Geschwulst meist eine sogenannte Tumor-Kachexie, die durch Gewichtsverlust und Abnahme der Muskelmasse gekennzeichnet ist.
Andere Erkrankungen beispielsweise im Magen-Darm-Trakt können ebenfalls ursächlich für den Gewichtsverlust sein.

Mein Hund ist gesund, frisst gut und ist trotzdem dünn! Was kann ich tun?
Es ist in der Tat möglich (und gar nicht so selten), dass keine Erkrankung der Auslöser für die Abmagerung ist.
In diesem Fall muss die Zusammensetzung von dem Hundefutter genauer untersucht werden. Enthält es alle Nährstoffe, die ein Hund benötigt? Ist die Energieversorgung individuell passend? Der Energiebedarf kann von Hund zu Hund bis zu 50% unterschiedlich sein! Vor diesem Hintergrund verwundert es niemanden mehr, dass mit demselben Hundefutter der eine Hund zu dick und der Andere zu dünn wird.

Wenn ein Hund zu dünn wird, sollte daher grundsätzlich aufgeschrieben werden, was und in welcher Menge (Abwiegen!) der Hund täglich zu fressen bekommt. Mit dieser Liste und den näheren Details zum Hund (Alter, Gewicht, Hormonstatus, Rasse, tägliche Bewegung, Krankheiten, etc.) wenden Sie sich an einen in der Fütterung versierten Tierarzt, beispielsweise dem Futter-Tierarzt XaraVet.
Neben dem Energiegehalt wird auf überprüft, ob das Verhältnis von verdaulichem Rohprotein zu umsetzbarer Energie sowie das Calcium-Phosphor-Verhältnis und der Rohfasergehalt stimmt. Der Rohfasergehalt beeinflusst die Verdaulichkeit der Futtermittel, so dass es zu einer schlechten Verdaulichkeit von dem Hundefutter und damit einem Gewichtsverlust kommen kann, obwohl an und für sich genügend Energie im Hundefutter vorhanden wäre.

Wie kann ich meinen untergewichtigen Hund aufpäppeln?
Zunächst muss der Energiebedarf des Hundes bestimmt werden. Daran wird die zukünftige Fütterung ausgerichtet. Die Futtermenge lediglich nach Prozent des Körpergewichts auszurechnen, ist ziemlich ungenau. Ein Hund soll beispielsweise 2-6% des Körpergewichts als Futtermenge bekommen. Wenn diese 2-6% sich aber aus energiearmen Lebensmitteln wie Gemüse, magerem Fleisch und etwas Öl zusammensetzen, frisst der Hund zwar viel, bekommt aber nicht sehr viel Energie. Zudem muss auch der Ballaststoffgehalt der Gesamtration berücksichtigt werden, der möglicherweise zu hoch ist.

Aufbaufutter für untergewichtige Hunde
Energiereiches Hundefutter kann entweder als Fertigprodukt (Trockenfutter oder Nassfutter) gefüttert werden, aber natürlich ist auch selber Mischen nach tierärztlicher Anweisung möglich. Als Aufbaufutter eignen sich spezielle Produkte für Sporthunde, die beispielsweise als "Working", "Agility", "High Energy" oder ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Allerdings sollte auf jeden Fall der Energiegehalt der verschiedenen Produkte verglichen werden, da dieser sich durchaus von Produkt zu Produkt unterscheiden kann.
Für selbstgemischtes Aufbaufutter oder Fragen zur Produktwahl wenden Sie sich an die Tierärztin Cornelia M. Bauer.

Lesenswerte Links:
Aufbaufutter für einen untergewichtigen Hund
Futter-Tierarzt XaraVet


Autor:

Tierärztin Cornelia M. Bauer


Konsultieren* Sie unsere Expertin
Tierärztin Cornelia Bauer
vom Futter - Tierarzt XaraVet
* kostenpflichtig

+49 151 / 53 52 88 53 oder +49 228 / 280 52 63

cornelia.m.bauer@t-online.de