Fütterung nach Kolik Pferd

Das Anfüttern nach der Kolik erfolgt mit Gras, Heu vom 1. Schnitt oder Luzerneheu. Zunächst gibt man kleine Mengen, z. B. jede Stunde eine Handvoll und steigert dies dann langsam.
Hatte ein Pferd eine Magenüberladung oder Krampfkolik, kann man neben dem Heu zusätzlich mit Pflanzenöl anfüttern. Das Pflanzenöl gibt man bis max. 50g pro 100 kg Körpergewicht und verteilt diese Menge auf 2-3 Fütterungen.

Nach einer Verstopfung im Dickdarm gilt es zunächst eine Wiederholung zu verhindern. Meist ist eine übermäßige Aufnahme von Stroh die Ursache der Verstopfung. Daher sollte man diese Pferde auf Holzpellets, Späne oder Torf stellen. Wichtig ist auch darauf zu achten, dass die Pferde Wasser in genügender Menge zu sich nehmen. Bei manchen Pferden reicht es, wenn das Wasser angewärmt ist, andere wollen die Wasserquelle erhöht stehen haben. Meist muss man etwas rumprobieren, bis man die Vorlieben des eigenen Pferdes entdeckt hat. Auch ein Schuß Apfelsaft kann manchmal hilfreich sein.

Vor allem alte Pferde leiden manchmal unter einer chronischen Trägheit des Darmes. Solche Pferde bekommen am besten Heu von sehr guter Qualität (1. Schnitt) oder Luzerne. Dazu gibt man 0,2 kg Melasse oder 2 kg Möhren oder 0,4 kg Trockenschnitzel (einweichen) jeweils pro 100 kg Körpergewicht.

Ebenfalls können Sie Ihrem Pferd 50g pro 100 kg Körpergewicht Trockenbierhefe geben. Bewährt hat sich auch in manchen Fällen die Gabe von Laktulose (100g pro 100 kg Körpergewicht).

Sandkoliken sind ein häufiges Problem von Pferden, die auf sandigen Weiden oder auf Paddocks mit Sand als Boden stehen. Während dem Grasen werden nicht unerhebliche Mengen Sand aufgenommen, die sich dann in den unteren Lagen des Darmes sammeln. Höhere Heugaben von 2,5 kg pro 100 kg Körpergewicht helfen bei der Ausschleusung des Sandes. Häufig werden bei „versandeten“ Pferden auch Flohsamenschalen gefüttert (min. 1 g pro kg Körpergewicht).

Lesenswerte Links:
- Tierärztliche Futterpläne für Pferde nach einer Kolik

Quellen:

„Pferdefütterung“, Meyer, Coenen, Vervuert, 2014


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