Harnsteine bei Katzen

Bestimmte Harnsteine können mit der richtigen Fütterung verhindert oder sogar aufgelöst werden. Um die zum betreffenden Harnstein passende Diät füttern zu können, muss man allerdings Kenntnis haben, um welche Steinart es sich handelt. Für Katzen mit Harnsteinen ist die ausreichende Trinkwasseraufnahme wichtig. Daher sollte Trockenfutter nur in Verbindung mit Wasser gegeben werden, wenn eine Katze Probleme mit Harnsteinen hat. Dabei gibt man z.B. zu 100g Trockenfutter 300g Wasser.

Wie der Harn-pH einer Katze sich unter einer neuen Ernährung entwickelt, kann leicht selbst kontrolliert werden. Dazu benötigt man pH-Teststreifen, die beim Tierarzt oder in der Apotheke erhältlich sind. Die beste Zeit, um den pH der Katze zu kontrollieren, ist der erste Urin am Morgen. Einige Stunden nach einer Fütterung oder nach Aufregung ist der pH alkalischer als zu anderen Zeiten.

Struvitsteine
Futter für zu Struvitsteinen neigenden Patienten sollte eine harnansäuernde Wirkung haben. Dies erreicht man, in dem man entweder ansäuernde Zusätze gibt oder diejeningen Inhaltsstoffe, die den Harn basisch machen, weglässt. In solchen Rationen ist daher weniger Magnesium und Phosphor enthalten. Außerdem ist der Kalziumgehalt reduziert.

Ansäuernd wirkt die Gabe von Methionin oder Ammoniumchlorid. Diese Stoffe werden zu dem normalen Futter gegeben. Füttert man eine kommerzielle Diät gegen Harnsteine, ist das nicht nötig. Ziel bei Struvitsteinen ist ein Harn-pH von 6,0 bis 6,5.

Welches Katzenfutter bei Struvitsteinen? Für Struvitstein-geplagte Katzen gibt es kommerzielle Produkte auf dem Markt, bei denen keinerlei Zusätze gegeben werden müssen. Werden selbst gemischte Rationen gefüttert, kann eine der oben beschriebenen Zusätze dem Futter zugegeben werden. Außerdem sollte das Futter von einem auf Fütterung spezialisierten Tierarzt überprüft werden, da auf den Harn-pH das Kationen-Anionen-Verhältnis im Futter einen sehr wesentlichen Einfluss hat. Dieses Verhältnis lässt sich durch Anpassung der verschiedenen Kationen und Anionen so einstellen, dass der Harn-pH angesäuert wird.

Kalziumoxalatsteine
Leidet eine Katze unter Kalziumoxalatsteinen, braucht sie eine andere Diät als die Struvitstein-Diät. Im Gegensatz zu Struvitsteinen lassen sich Kalziumoxalatsteine nicht auflösen, sondern nur über ein spezielle Fütterung vermeiden. Um die Bildung von Kalziumoxalatsteinen zu verhindern, sollten keine übermäßig über den Bedarf hinausgehenden Kalziummengen gegeben werden. Außerdem sind proteinreiche Fütterungen fördernd für die Bildung solcher Harnsteine, v.a. wenn noch zusätzlich oxalatreiche Futtermittel eingesetzt werden (bindegewebereiche Schlachtabfälle, Gemüse!). Daher muss das Futter protein-, oxalat- und kalziumreduziert sein.

Der Harn-pH muss bei 7,0 liegen, dies lässt sich durch die Gabe von Kaliumzitrat erreichen.

Passende Trockenfutter und Dosenfutter finden sich in der Kategorie Beeinträchtigte Gesundheit.

Quellen:

"Praxisleitfaden Hund und Katze", Yin, Nolte, 3.Auflage

"Krankheiten der Katze", Lutz, Kohn, Forterre, 2014




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