Futtermittelallergie

Eine Futtermittelallergie ist erst einmal kein Grund zur Panik, wenn man einige Grundsätze beherzigt.

Verdächtige Kandidaten sind in der Regel Juckreiz-Patienten. Am stärksten jucken sich die Katzen an Ohren, Gesicht und Nacken; manchmal aber auch am ganzen Körper. Durch die Juckerei kommt es zu Haarausfall. Typisch sind außerdem runde, erhabene, rote und nässende Hautläsionen am Bauch und in der Analregion (Eosinophile Plaques). Selteneres Symptom ist Durchfall.

Um eine Futtermittelallergie zu diagnostizieren, ist der zuverlässigste Weg eine Ausschlussdiät. Nachteil bei Freigängern ist, dass sie für diese Zeit nicht aus dem Haus dürfen. So wird vermieden, dass sie sich bei der Nachbarskatze bedienen oder anderweitig gefüttert werden.

Zunächst gibt man eine einzige Fleischsorte, die die Katze noch nie bekommen hat und nichts anderes dazu. Also auch keine Leckerbissen oder der Napfinhalt der anderen Katzen oder des Hundes! Ein einziges Molekül des Allergens reicht nämlich aus, um die allergische Reaktion in ihrer vollen Stärke zu aktivieren. Nach jedem falschen Happen muss mit der Ausschlussdiät wieder von vorne angefangen werden. Allergische Reaktionen bei Katzen treten gehäuft bei Fisch, Milch und Rind auf; diese Futtermittel sollten also erst einmal gemieden werden.

Braucht die Katze Medikamente, müssen die darin enthaltenen Hilfsstoffe überprüft werden. In vielen Tabletten ist z.B. Maisstärke, auf die wiederum manche Katzen allergisch reagieren. Häufig lohnt sich die Suche nach einem Austauschpräparat.

Zu beachten ist außerdem, dass die Fleischquelle (und nichts zusätzlich – daran denken!) lang genug gegeben wird. Unter Umständen kann es bis zu 12 Wochen dauern, bis die Allergie-Symptome verschwunden sind.

Ist nun eine Fleischsorte gefunden, auf die die Katze nicht reagiert, kann ein Vitamin-/Mineralpräparat dazu gefüttert werden, welches die Katze noch nie bekommen hat. Nun ist das Vorgehen wieder genauso wie bei der Suche nach der richtigen Fleischquelle. Manchmal ist Geduld gefragt, bis das richtige Futter gefunden ist! Alternativ kann auch ein kommerzielles Futter mit den vertragenen Bestandteilen gesucht werden. Die Zutatenliste auf der Verpackung sollte aufmerksam durchgelesen werden!

Einige Katzen allerdings reagieren auf Bestandteile im Fertigfutter, die während des Fertigungsprozesses zugesetzt werden. Diese Katzen können dann nur mit selbst gekochtem Futter ernährt werden. Damit keine Mangel- oder Fehlernährung auftritt, muss ein passendes Futterrezept von einer tierärztlichen Ernährungsberatung individuell für die Katze erstellt werden.

Auf Futterlegende können in jeder Kategorie bei der Suche bestimmte Inhaltsstoffe ausgeschlossen werden. So werden nur die Futter angezeigt, die die jeweilige Katze fressen kann.


Quellen:

„Allergische Hauterkrankungen bei Hund und Katze“, Reedy, Miller, 2002

„Krankheiten der Katze“, Horzinek, 2005




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