Trächtige Hündin richtig füttern

Die korrekte Fütterung einer Zuchthündin beginnt nicht erst während der Trächtigkeit, sondern schon vor der Belegung.

Ist die Hündin über- oder untergewichtig bei der Belegung, wirkt sich dies negativ auf ihre Wurfgröße und die Laktationsleistung aus. Bei einer übergewichtigen Hündin sind die Ovulationsraten geringer als bei einer normalgewichtigen Zuchthündin. Ist die Hündin untergewichtig, hat sie nicht genügend Reserven für die Leistungen, die ihr Körper zur Reproduktion erbringen muss. Gegebenenfalls muss einer Zuchthündin bei Untergewicht zu Beginn der Läufigkeit ein energiereiches Hundefutter in der 1,2 bis 1,5-fachen Menge ihres üblichen Futters gegeben werden. Zum Zeitpunkt der Belegung ist dieses Futter wieder zu reduzieren.

Ab dem Ende der 4. Trächtigkeitswoche muss die tragende Hündin mit einem speziellem Hundefutter für eine trächtige Hündin gefüttert werden. Eine trächtige Hündin benötigt zwingend eine spezielle Ernährung!
Ein Merkmal von einem Hundefutter für eine trächtige Hündin ist die erhöhte Protein- und Energiemenge. Gutes Trächtigkeitsfutter enthält zwischen 22% und 32% Rohprotein in der Trockenmasse bei einem Verhältnis von 12g verdaulichem Rohprotein zu 1 MJ umsetzbarer Energie.

Der Rohfettgehalt in dem Hundefutter für eine trächtige Hündin sollte zwischen 10% bis 25% in der Trockenmasse liegen. Bei der Ernährung einer tragenden Hündin ist außerdem darauf zu achten, dass der Rohfasergehalt in dem Hundefutter für eine trächtige Hündin unter 5% in der Trockenmasse liegt.

Zusätzlich zu diesen Kriterien ist der Bedarf der trächtigen Hündin an Nährstoffen (z.B. Calcium, Phospor, Jod, Eisen, ...) erhöht. So führt beispielsweise ein Jodmangel bei der Ernährung einer trächtigen Hündin zu einem Kropf bei den Neonaten, ein Eisenmangel verursacht zum einen eine Blutarmut bei der trächtigen Hündin zum anderen bei den Welpen eine erhöhte Infektionsanfälligkeit nach der Geburt.

Es muss nicht unbedingt Trockenfutter für eine trächtige Hündin oder Nassfutter für eine trächtige Hündin verfüttert werden. Wer Zeit und Lust hat, kann eine trächtige Hündin auch barfen. Wenn sich bei der Ernährung für die trächtige Hündin für Barf entschieden wird, ist es wichtig, dass alle Nährstoffe exakt den empfohlenen Bedarfswerten für eine trächtige Hündin entsprechen. Wer seine trächtige Hündin barfen, aber auch nichts falsch machen möchte, kann Hilfe bei einer tierärztlichen Ernährungsberatung bekommen.

Beim Füttern der trächtigen Hündin ist zu beachten, dass der Energiegehalt des Futters mindestens 4000kcal (1,7MJ) pro kg Hundefutter enthält.

Im Vergleich zum Normalzustand frisst die tragende Hündin jetzt die 1,5-fache Menge! Das Gewicht der tragenden Hündin am Ende der Trächtigkeit sollte bei 120-125% ihres Normalgewichtes liegen.

Eine tragende Hündin frisst in der letzten Trächtigkeitswoche häufiger schlecht. Meist nimmt die tragende Hündin nur noch ihren Erhaltungsbedarf an Futter auf. Schuld sind die Hormone und der bis zum Anschlag gefüllte Bauch.

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Autor:

Tierärztin Cornelia M. Bauer


Quellen:

„Ernährung des Hundes“, Meyer, Zentek, 5. Auflage
„Nutrient Requirements of Dogs and Cats“, National Research Council
"Klinische Diätetik für Kleintiere", Hand, 2002


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