Muskelaufbaufutter für Hunde

Muskelaufbau bei einem Hund erfordert neben dem körperlichen Training auch eine den geänderten Bedürfnissen angepasste Ernährung. Unter anderem sind Proteine für den Muskelaufbau bei einem Hund notwendig. Ansonsten hängt die Zusammensetzung von dem Muskelaufbaufutter für Hunde wesentlich davon ab, welche Sportart der Hund ausübt; also ob es beispielsweise ein Schlittenhund mit lang andauernden Belastungen oder ein Gebrauchshund mit kurz andauernden Belastungen ist.

Proteine für den Muskelaufbau bei einem Hund dürfen nur für die Zeit des Auftrainierens in einer Menge gefüttert werden, die den Erhaltungsbedarf und das normale Verhältnis von verdaulichem Rohprotein zu umsetzbarer Energie übersteigt. Dann sind auch Muskelaufbaupräparate für Hunde sinnvoll, sofern sie von einem Tierarzt für Ernährung sinnvoll in die Ration integriert werden.

Später kann eine Überversorgung mit Protein sogar leistungsmindernd sein, da Eiweiß kaum Energie liefert. Stattdessen entsteht bei dem Abbau des Proteins Wärme und der Wasserbedarf steigt an. Aus diesen Gründen muss das Hundefutter das normale Verhältnis von verdaulichem Rohprotein zu umsetzbarer Energie einhalten. Da das Hundefutter außerdem energiereicher als normales Hundefutter ist, ist automatisch auch ein wenig mehr Protein enthalten. Darüber hinausgehend sollte aber kein zusätzliches Protein (beispielweise mittels Ergänzungsfutter zum Muskelaufbau von einem Hund) gefüttert werden.

Je nach Sportart oder Belastungsart, die ein Hund leisten muss, unterscheidet sich die Fütterung.
Grundsätzlich gilt, dass auch bei Barf ein Mindestanteil an stärkehaltigen Lebensmitteln eingehalten werden muss, damit der Hund bei stärkerer körperlicher Belastung nicht unterzuckert.

Hunde, die kurz andauernde Höchstleistungen erbringen müssen, profitieren von einer kohlenhydratreichen Fütterung. In der Zeit des Antrainierens brauchen diese Hunde zum Muskelaufbau Produkte, die neben einer ausreichenden Protein- und Energiedeckung den Großteil der Energie aus Kohlenhydraten bereitstellen.

Wenn die körperliche Belastung eines Hundes über mehrere Stunden anhält, muss das Hundefutter fettreich sein. Fettsäuren sind nämlich die Hauptenergiequelle bei lang andauernden Belastungen. (Nach einigen Minuten wird die Energiegewinnung von hauptsächlich Glukose auf hauptsächlich Fettsäuren umgestellt.)
Zum Muskelaufbau bei solch einem Hund muss das Präparat also fettreich sein.

Geeignete Hundefutter für Arbeitshunde beziehungsweise High Energy Hundefutter finden sich in dieser Liste:
Futter für Arbeitshunde

Bezüglich der Zusammensetzung der Ernährung für einen Hund zum Muskelaufbau ist es sehr empfehlenswert mit einer tierärztlichen Ernährungsberatung zusammen zu arbeiten, da Fehler in der Rationszusammensetzung zu Lasten des Hundes gehen und die Leistungsbereitschaft stark mindern.
Wichtig ist eine nicht zu hohe dauerhafte Proteinversorgung und eine sinnvolle und korrekte Kombination der Futtermittel. Gerade beim Barfen (Barf = Biologisch artgerechte Rohfütterung) eines Hundes werden übermäßig hohe Proteinmengen verfüttert, so dass das Protein - Energie - Verhältnis häufig bei 18:1 oder mehr liegt. Sollwert ist ein Verhältnis von 10:1.
Sollten Sie sich unsicher sein, wie eine optimale Fütterung für einen Hund zusammengesetzt sein sollte, können Sie sich einen Ernährungsplan vom Futter-Tierarzt erstellen lassen.

Autor:

Tierärztin Cornelia M. Bauer


Quellen:

„Ernährung des Hundes“, Meyer, Zentek, 5. Auflage


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