Ernährung säugende Hündin

Um die Welpen über die Muttermilch optimal ernähren zu können, muss die säugende Hündin ein qualitativ sehr hochwertiges Hundefutter für säugende Hündinnen mit einem sehr hohen Energiegehalt gefüttert bekommen.

In 100g Trockensubstanz sollten mindestens 1,9 MJ Umsetzbare Energie (454 kcal) enthalten sein, genauso viel wie auch im Trächtigkeitsfutter. Höhere Energiegehalte in Hundefutter für säugende Hündinnen sind vor allem deswegen von Vorteil, weil ein säugende Hündin während der Laktation große Futtermengen benötigt. Eine säugende Hündin hat zu wenig Milch, wenn die säugende Hündin nicht genügend Energie im Hundefutter für die Milchbildung bekommt. Außerdem wird die säugende Hündin zu dünn, weil sie alle Reserven in die Milchbildung steckt.

Häufig ist das Problem, dass bei einem Hundefutter mit einer zu geringen Energiedichte die erforderliche große Futtermenge von der säugenden Hündin kaum aufgefressen werden kann (vor allem bei großen Würfen). Ist das Hundefutter für säugende Hündinnen energiereicher, muss mengenmäßig weniger gefressen werden.

Die Entstehung von einem Milchmangel bei einer laktierenden Hündin lässt sich durch eine korrekte Ernährung schon in der Trächtigkeit verhindern. Die Milchproduktion kann man nämlich durch die Ernährung in der Trächtigkeit anregen (oder eben auch deutlich verschlechtern...).

Eine säugende Hündin braucht in ihrem Hundefutter außerdem mehr Protein.

Welche Futtermenge die Hündin letztlich benötigt, ist abhängig von der Welpenzahl. Pro Welpe muss man ungefähr ¼ der Menge des „Normalzustands“ zusätzlich füttern.
Da sich eine säugende Hündin in der ersten Zeit nach der Geburt häufig nicht von ihren Welpen entfernen möchte, sollte die Futter- und Wasserstelle in direkter Nachbarschaft der Wurfkiste sein. Unter Umständen muss die laktierende Hündin in ihrer Wurfkiste sogar per Hand gefüttert und mit Wasser versorgt werden.

Wenn eine laktierende Hündin Durchfall hat, kann dies verschiedene Ursachen haben.
Zum einen löst eine zu große Aufnahme von Nachgeburten einen dunklen und stinkenden Durchfall aus. Dieser Durchfall betrifft aber natürlich nur eine laktierende Hündin kurz nach der Geburt.

Eine säugende Hündin hat auch Durchfall, wenn das Hundefutter nicht optimal an die säugende Hündin angepasst ist. Ursache kann unter anderem ein ungünstiger Rohfaser-Gehalt oder auch eine Unverträglichkeit eines Futtermittels sein. Ein ungünstiges Hundefutter kann für die säugende Hündin auch Blähungen bedeuten.

Beim Hundefutter für eine laktierende Hündin muss also der Energiegehalt, der Proteingehalt, der Rohfaser-Gehalt und die Auswahl der Futtermittel berücksichtigt werden.
Sehr wichtig ist zudem die ausgewogene und dem Bedarf der laktierenden Hündin angepasste Versorgung mit Mengenelementen, Spurenelementen und Vitaminen.
Mit der Muttermilch wird der Grundstein für ein langes, gesundes und leistungsfähiges Leben der Welpen gelegt. Werden in dieser wichtigen Phase Fehler gemacht, weil die säugende Hündin eine ungünstige Dosierung an Zink, Vitamin A, etc. durch ein schlechtes Laktationsfutter in der Milch hat, muss daher mit Folgeschäden bei den Welpen gerechnet werden.

Die Fütterung einer laktierenden Hündin ist also nicht trivial. Falls Sie Fragen haben, steht Ihnen der Futter - Tierarzt XaraVet kompetent zur Seite!

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Autor:

Tierärztin Cornelia M. Bauer


Quellen:

„Ernährung des Hundes“, Meyer, Zentek
„Nutrient Requirements of Dogs and Cats“, National Research Council


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