Hund Abnehmen Barf

Auch beim Barfen kann es zu einer Gewichtszunahme von einem Hund kommen. Wenn ein Hund zu dick ist, kann der betroffene Hund aber mit Barf auch wieder abnehmen.

Um einen übergewichtigen Hund abnehmen zu lassen, sind verschiedene Wege möglich.
Eine Möglichkeit wäre, die gesamte Barf - Ration um 30 bis 50% (je nachdem, wieviel zu dick der Hund ist) zu kürzen. Diese Methode bringt die meisten übergewichtigen Hunde zum Abnehmen. Nachteil von so einem radikalen Barf - Diätplan ist aber, dass durch die Reduktion der Futtermengen natürlich auch die Nährstoffversorgung beispielsweise mit verdaulichem Rohprotein, Kupfer oder Magnesium geringer wird. Das Risiko für eine Mangelernährung steigt also, wenn ein übergewichtiger Hund dauerhaft auf diese Art und Weise auf Diät gesetzt wird und nicht die fehlenden Nährstoffe anderweitig ergänzt werden.

Daher wäre eine andere Möglichkeit, einen übergewichtigen Hund mit Barf auf Diät zu setzen, indem der Barf - Plan in einen Barf - Diätplan mit energiearmen Komponenten umgewandelt wird.
Dazu muss laut der Tierärztin Cornelia Bauer von XaraVet zunächst der Energiebedarf von dem Hund mit Übergewicht bestimmt werden. Der Energiebedarf ist von Hund zu Hund sehr unterschiedlich. Je nachdem, wie alt und wie aktiv ein zu dicker Hund ist oder ob der Hund mit Übergewicht kastriert ist oder nicht, kann der tatsächliche Energiebedarf von einem übergewichtigen Hund zum Anderen ungefähr 30% schwanken!
Neben dem Energiebedarf von dem Hund wird die aktuelle Energieversorgung, die der Hund beim Barfen bisher erhalten hat, nachgerechnet. Wichtig ist, dass auch sämtliche Kauartikel und Leckerli, welche der Hund beim Barfen bekommt, mit einbezogen werden. Meist stellen diese Leckereien nämlich einen nicht unerheblichen Anteil an der Energieversorgung!

Nachdem nun der Energiebedarf und die tatsächliche Energieversorgung durch das Barfen ermittelt wurden, steht fest, welchen Energiegehalt das Barf zum Abnehmen haben sollte. Unter Einhaltung dieses Energiegehaltes wird der Diätplan entwickelt. Verwendet werden magere Proteinquellen wie beispielsweise Hühnerfleisch, Magerquark oder magere Fischsorten.
Der Ballaststoffgehalt der Ration darf ruhig über den sonst üblichen 2% in der Trockensubstanz liegen, da ein höherer Ballaststoffgehalt zu einer Verdauungsdepression führt, so dass de facto weniger Energie aufgenommen wird. Beim Barfen werden meist sowieso relativ große Mengen an Gemüse verwendet, so dass der Ballaststoffgehalt ohnehin schon recht hoch ist.
Fett als einer der Hauptenergieträger muss natürlich weitestgehend gestrichen werden, wenn der Hund mit der Barf - Ration Abnehmen soll. Allerdings darf nicht gänzlich auf Öl verzichtet werden, da für den Hund beispielsweise die Fettsäure Linolsäure essentiell ist. Das bedeutet, dass ein Hund eine gewisse Menge Öl benötigt, um den Linolsäure-Bedarf zu decken.

Beim Barfen werden gelegentlich auch stärkereiche Komponenten verwendet. Dazu zählen beispielsweise Reis, Kartoffeln oder Nudeln. Zum Abnehmen sind diese Zutaten eher kontraproduktiv, da neben Fett auch Stärke ein gut verwertbarer Energielieferant ist. Gänzlich verzichtet werden muss aber auf diese Zutaten nicht unbedingt, wenn der Energiegehalt der Ration stimmt.
Als Faustregel, wenn man einen Hund auf Diät setzen möchte, gilt daher: eine Gestaltung der Barf - Ration mit mageren Lebensmitteln und mehr Ballaststoffen, aber auch mit Öl für die Fettsäuren-Versorgung und eine bedarfsdeckende Versorgung mit Mengen- und Spurenelementen sowie Vitaminen. Viele Barf - Rationen haben einen Mangel an Kupfer und Zink, daher müssen diese beiden Elemente beim Barfen besonders beachtet werden. Wichtig ist aber auch, dass es nicht zu Überversorgungen mit anderen Nährstoffen kommt!
Wenn Sie Sorge haben, Ihren Hund durch Unwissenheit Schaden zuzufügen, erhalten Sie kompetente Hilfe beim Futter-Tierarzt XaraVet.


Autor:

Tierärztin Cornelia M. Bauer


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